L-N-H im Januar
Die Konzerte unseres Trios im Januar waren ein schöner Auftakt in die neue Konzertsaison.
Der Stadtgarten in Köln war sehr gut gefüllt, unser Gast Dominique Pifarély passt super in das Projekt und hinterher gab es noch Häppchen in der “Lounge”.
Martin Woltersdorf schrieb im Stadtanzeiger:
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Einige Tage später spielten wir in Mönchengladbach im BIS. Hier organisiert Robert Hurasky eine sehr feine Konzertreihe, bei der von Betreuung bis Publikum alles stimmt. So soll das sein!!!
Auch hier der Pressebericht aus der RP:
Funkiger Jazz und ruhige Klänge
VON NATALIE HÜSKENS
Kennen Sie Dholak, Kalimba oder Udu? Nein? Und was ist mit der Bassschlitztrommel? Nie gehört?
Zugegeben, es sind recht exotische Perkussionsinstrumente, die Schlagzeuger Christoph Hillmann aus dem Jazz-Trio „Lemke-Nendza-Hillmann” mit sich führt. Doch zusammen mit Saxophonist Johannes Lemke und Kontrabassist Andre Nendza versetzt er das Publikum des voll besetzten BIS-Saales in magisches Urwaldflair. Es ist das Auftaktkonzert der diesjährigen „Jazz-Visions”-Konzertreihe.
Dumpfe Trommelklänge, flinke Kalimbarhythmen und geschmeidig singende Saxophonmelodien heben Raum und Zeit auf, um in monoton-geschäftiger Dschungel-Atmosphäre zusammenzufließen.
Dass der harmonische Fluss auf Dauer kein unkonkreter Einheitsbrei wird, dafür sorgen zahlreiche weitere Stücke des lediglich aus Eigenkompositionen bestehenden Programms.
Ungewohnte 9/8 und 13/4-Takte gehen gegen den Fuß-mitwipp-Strich; plötzliche Breaks oder improvisierte, teils virtuose Soloparts sorgen zudem für Überraschungsmomente. Ein dynamisches Programm, dass gleichzeitig auch kreative Schaffensorte fordert:
So entstand Johannes Lemkes Stück „Wellenbad” tatsächlich im Schwimmbad, „und zwar unter Wasser”, wie Bassist Andre Nendza beteuert. Die schmissige, tempovariierende Nummer „moody bits” hingegen schrieb Hillmann während eines Krankenhausaufenthaltes.
Kunstvoll jongliert der Kontrabassist mit einem Grundmotiv von gerade mal zwei Tönen. Neben funkigem Jazz bot der Abend auch sehr ruhige Klänge. Die Ballade „Les parents” als stille Hommage Lemkes an „die Zielgruppe Eltern im Allgemeinen” klang rührend gefühlvoll. Es ist kein Leichtes, eine so ideenreiche Klangpalette, die von traditionell afrikanischen und indischen Perkussionsklängen über freejazzige, fetzige Improvisationen bis hin zu ruhigen Bluesballaden reicht, in ein Konzert zu packen.
Dem Trio „Lemke-Nendza-Hill-mann”, das nicht nur aus stilsicheren Solisten besteht, sondern auch als Ensemble auf der Bühne behutsam aufeinander eingeht, ist der Mix gelungen.
Von der spielfreudigen Frische zeugt auch das zweite Album des Trios: „Kyrillis”. Ein Titel, der „schon vor dem Wirbelsturm” stand, so Hillmann, aber doch treffend das buntgemischte Repertoire des Trios dokumentiert.

