Willkommen im Zwischenraum

28.12.2007

Rückblick

Abgelegt unter: Uncategorized — André Nendza @ 19:26

Seit Mai ist ja aufgrund technischer Probleme auf meiner homepage nichts mehr passiert.
Deshalb nutze ich meinen neuen Blog für einen kurzen Rückblick.
Der mittlerweile schon fast traditionsreiche Sommerkurs „Jazzemble“ in der Akademie Remscheid war auch in 2007 ein großer Erfolg. Nachdem der 2006er Kurs unter dem euphorischen Eindruck des guten Wetters und der Fußballweltmeisterschaft stand, war in diesem Jahr die Musik noch stärker im Mittelpunkt. Und jetzt beginnt auch schon wieder die Vorfreude auf den nächsten Kurs…

Im August wurden die Aufnahmen für die neue CD meines Projektes A.tronic fertiggestellt.
Diese erscheint im März08 als Doppel-CD bei Jazzsick Records.
Zum einen werden Aufnahmen einer Session mit dem Saxophonhelden Dave Liebman aus dem Jahre 2005 zu hören sein. Im Mittelpunkt steht aber ein neues Programm mit songartigen Stücken, die von zwei grandiosen Sängerinnen – Céline Rudolph und Inga Lühning – interpretiert werden. Mit dieser CD bin nach zwanzig Jahren im weitesten Sinne Jazzwesens wieder näher an den Pop herangerückt.
Bin sehr gespannt auf die Reaktion von Publikum und Presse….

Im Oktober war einiges los in Sachen „Philipp van Endert Trio“.
Ein besonderes Konzert fand auf dem Festival in Helmstedt statt. Hier war das Trio wirklich gut zusammen. Es ist immer wieder schön, in den Organisatoren dieser kleinen, lokalen Events wahre Musikliebhaber kennen zu lernen.
Zudem konnten wir wiederum mit dem früheren Miles Davis Saxophonisten Rick Margitza eine Reihe von Konzerten spielen. Margitza ist ein ganz besonderer, eigenständiger Spieler und wohltuend unamerikanisch. Sehr bescheiden und konstruktiv sieht er die Musik immer als Ganzes.

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Nachdem Rick aufgrund eines tragischen familiären Ereignisses beim Konzert auf dem Coesfelder Jazzfestival kurzfristig nicht spielen konnte, sprang der Trompeter Nils Wülker, den ich im Januar beim Workshop in Musikhochschule Dresden als sympathischen Kollegen kennen lernen durfte, in die Bresche. Er spielte mit einer kurzen Anspielprobe ein grandioses Konzert. Hoffentlich bald mehr…

Die große Zeit im November war die Tour meines Quartetts mit dem italienischen Star-trompeter Paolo Fresu. Eine traumhafte Woche mit vielen musikalischen Höhepunkten. Der BR war so frei, ein Konzert aus der Münchner Unterfahrt mit zu schneiden und sendet Ausschnitte im Februar. Auch die Konzerte auf dem Festival in Saarbrücken, dem „Heimspiel“ in der Düsseldorfer Schmiede und der Tourabschluss in Braunschweig waren eine Freude. Leider gab es beim Konzert in Neuss Probleme mit einem nicht gestimmten Flügel und wir mussten nach langem hin und her auf ein E-Piano ausweichen. Das Konzert war nach kurzer Umstellung doch gelungen und wie gewohnt drei Stunden lang. Paolo ist ein wahrer Charismatiker und sorgt für einen offenen Geist auf der Bühne. Jeder Ton gelebte Energie und tiefe Poetik. Eine Ehre.

Auch das vielfach angekündigte Werk „The Poetry of Rhythm“ von Angelika Niescier und mir im Zusammenarbeit mit dem Streichquartett kaj: kaj ist im November erschienen. In diesem Zusammenhang gab es im Dezember eine Reihe von Konzerten in NRW.

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Wir sind glücklich darüber, dass sich diese schwierige Musik live doch gut umsetzten läst. So waren, mit Ausnahme der Presse in Krefeld, sowohl Publikum als auch Kritik angetan von einem ungewöhnlichen Musikabend. Im kommenden Jahr werden wir versuchen, weitere geeignete Spielräume für diese Musik „zwischen den Stühlen“ zu finden. Die Kollegen des Streichquartetts waren, zu ihren großen musikalischen Qualitäten, unglaublich enthusiastisch beim Gelingen des Projektes involviert. Danke!!!

Dann gab es Konzerte mit dem Liedprojekt „hartkamp“,
dem Mathias Haus Quartett in der Düsseldorfer Tonhalle,

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ein Wiedersehen mit Olaf Kübler und ein Zusammentreffen des Ensembles „Valk-Stamm-Nendza-Hillmann“ mit dem tschechischen Folklorenemsemble “Wajdovci” um den Kölner Pianisten Jura Wajda (der hier allerdings Cimbal spielte).
Zudem sind mittlerweile weitere meiner Texte im BLOGTHING der Zeitung Jazzthing erschienen.

Das Wichtigste war jedoch die Geburt meiner Tochter Siri am 27.9.07.
So ein Wesen rückt die Dinge schlagartig wieder in eine Perspektive, in der so manches an Ritualen des Jazzwesens absurd erscheint. Und gleichzeitig wird einem klar, das man sein Musikdasein noch ernsthafter pflegen wird…

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